Architektur und Deko

Marokkanische Architektur

Beim umher streifen durch die alten Medinas Marokkos und auf meinen Touren so durchs Land, bin ich immer wieder überwältigt von dem bezaubernden Design hier! Egal ob in Riads, Palästen, Privathäusern, Burgen oder Lehmruinen. Marokkanische Architektur ist etwas Gigantisches und auch an Stellen zu finden, wo man sie am wenigsten erwarten würde! Von handbemalten Verzierungen zu den feinsten Stuckarbeiten kann man einfach nur staunen!

Gerade dieses, macht für mich das eigentliche Marokko immer wieder komplett. Hier bekommt man wirklich das Gefühl von 1001Nacht, welches man oft draußen auf den Straßen nicht so hat! Auch die Geschichte hinter dieser marokkanischen Architektur ist enorm und gerne teile ich sie mit euch…

Marokkanische Architektur

Ein wahrhaftiges Meisterwerk…

Die marokkanische Architektur ist reich, verführerisch und genauso vielfältig wie die Landschaft des Landes. Eine Reise durch verschiedene Welten, ja so fühlt man sich hier…

Die alte Geschichte der Ureinwohner, der einheimischen Berber und eine Reihe von ausländischen Eindringlingen und Einwanderern sowie religiöse und kulturelle Einflüsse haben den Baustil des Landes sehr geprägt. Die marokkanische Architektur kann man ganz einfach mit ein paar Worten beschreiben: Verzierungen mit kräftigen und hellen Farben, klare Linien und Erdtöne. Exotisch, majestätisch, vielseitig, zeitlich und traditionell!

Marokkanische Architektur

Einflüsse von außen

Einflüsse der arabischen Welt, Spaniens, Portugals und Frankreichs sind in der marokkanischen Architektur nach wie vor zu sehen, sowohl für sich allein als auch gemischt mit berberischen und islamischen Stilen. Zwischen den Gebäuden und alten Mauern der Kasbah (Burg) befinden sich Städte im französischen Stil. Diese wurden damals nach 1956 von der Kolonialisierung zurückgelassen und stehen im hohen Kontrast zwischen detaillierten Moscheen und Häusern im Riad Stil. Trotzdem werden in Städten wie Rabat und Casablanca heute schlanke, moderne Designs gebaut, die keinem der früheren marokkanischen Architekturstile besondere Ehre machen. Aber so ist es ja überall. Tradition trifft Moderne, was auf jeden Fall auch etwas Faszinierendes mit sich bringen kann!

Liebe im kleinsten Detail…

Einige charakteristische Merkmale der marokkanischen Architektur sind geometrische Muster und leuchtende Farben, insbesondere bei den als Zelij bekannten Fliesen. Dazu kommt dann die dekorative islamische Kalligrafie, offene Höfe mit üppigen Gärten und U-förmige Eingänge sowie große Kuppeln. Wenn man hier so durchs Land reist, bemerkt man schnell, dass die schönsten Teile der marokkanischen Architektur in Fes und Marrakesch zu finden sind. Ganz besonders hübsch anzuschauen in den Moscheen mit den imposanten Minaretten, kunstvollen Madrassen (Schulen/Koranschulen) und Palästen.

Schöne Orte marokkanischer Architektur

Meine Lieblingsorte in Marrakesch an denen man die besten Beispiele marokkanischer Architektur in diesen Städten bewundern kann, sind:

In Fes an sich bin ich nicht allzu oft, kann dort aber auch einen Besuch an diesen tollen Orten empfehlen:

Das Erleben der marokkanischen Architektur auch an anderen Orten ist so einfach wie ein Spaziergang durch die endlosen Gassen der Altstädte! Von Regierungsgebäuden mit stattlichen und reich verzierten Außenseiten und imposanten romanischen Säulen sowie kunstvollen Verzierungen. Und natürlich nicht zu vergessen die alten Tore mit ihren glatten, roten Lehmwänden und hohen U-förmigen Bögen. Im Mohammed V Mausoleum, der Kasbah der Oudaias, befinden sich ebenfalls tolle Beispiele für die verschiedenen Stile der marokkanischen Architektur in Rabat.

Marokkanische Architektur

Und nicht nur in den Städten findet man sie…

Mit die ältesten Beispiele marokkanischer Architektur befinden sich im Atlasgebirge in den alten Kasbahs (Burgen) und in den Dörfern. Die Mauern der Kasbahs, die einst als Festungen und später als Paläste dienten, bestehen aus sonnengetrockneten Ziegeln in satten roten Tontönen. Ähnlich den vielen Toren, die in einigen größeren Städten entlang der Küste zu finden sind. Obwohl die Mauern und Gebäude massiv sind, gelingt es ihnen, Teil der Landschaft zu werden, anstatt sie aufzuhalten.

Gemischt mit dem Islam…

Der vielleicht stärkste Einfluss auf die marokkanische Architektur, die sowohl alt als auch modern ist, sind die islamischen Gestaltungselemente. Die weitläufige Kalligrafie der Koranverse, extrem detaillierte Friese aus Blumen und geometrischen Mustern sind einzigartige Merkmale. Nicht nur von Moscheen, sondern auch von vielen anderen Gebäudetypen. Sogar in den Moscheen, in denen islamische Einflüsse herrschen. Die traditionellen marokkanischen Fliesen mit ihrem eigenen Design und ihrer Farbästhetik sind in die Brunnen integriert, die zur Reinigung des Körpers für das Gebet und in anderen Teilen des Gebäudes verwendet werden.

Marokkanische Architektur

Von Gibraltar nach Marokko…

Die spanisch-maurische Architektur besitzt ebenfalls tiefe Wurzeln im marokkanischen Design. Während der Dynastie der Almoraviden die von Gibraltar nach Marokko gebracht wurde, zeichnet sich sein unverwechselbarer Stil durch scharfe weiße Wände, grüne Stuck Dächer zwischen den Bögen und Kuppeln aus. Zu finden in anderen typischen Formen von Bauwerken.

Feinste Handarbeit…

Die architektonischen Elemente des marokkanischen Designs beschränken sich nicht nur auf die Außengestaltung der Gebäude oder die Innenarbeiten an Wänden und Decken. Jede Tür, Oberfläche und jedes Möbelstück, dass im Haus platziert wird, kann von höchster Kunstqualität sein.

Die Marokkaner stellen bis heute Möbel und ganze Zimmer aus den feinsten Erdelementen wie Eisen und Holz her. Sie verwenden stärkere und natürliche Farben der Landschaft, die den Ort im Einklang umgeben sollen. Dabei legen sie großen Wert auf alle Aspekte ihrer konstruierten Räume.

Selbst in einigen der schlichtesten Häuser ist eine fein geschnitzte Holztür mit kunstvollen Details ein richtiges Kunstwerk sowie eine herzliche Einladung in das Haus seiner Bewohner. Im Inneren finden sich noch kompliziertere Holzschnitzereien auf den sichtbaren Plattformen sowie auf den Sadari, die langen, weichen Kissen, die als Sofas und Betten dienen. Auch komplexe Kronenleisten und Deckenmedaillons aus Gips verleihen jedem Zentimeter der Raumgestaltung ein dekoratives Element.

Sowohl die Außen- als auch die Innenteile der marokkanischen Architektur werden von Handwerksgenerationen in feinster Handarbeit hergestellt. Nicht selten vom Vater an den Sohn weitergegeben, um diese wunderschöne marokkanische Architektur zu erhalten.

Und auch während die nächste Generation einige ihrer modernen Ideen hinzufügt, wird der Sinn für Tradition in der Art und Weise, wie sie heute ganz traditionell noch hergestellt wird, niemals aussterben…

Und wenn du noch mehr Interesse an marokkanischer Deko und Architektur hast, dann schau mal hier!

Meine Buchtipps zum Thema…

Außerdem gibt es einige wirklich sehr schöne Fachbücher und Bildbände zum gleichen Thema! Auch ich habe diese hier unten aufgeführten selbst gelesen um mein Wissen in diesem Bereich aufzufrischen! Wirklich toll geschrieben und erklärt! Dazu mit tollen Tipps wie man sein eigenes Zuhause in eine 1001Nacht Zone verwandeln kann! Magisch schön!

Hofhaus und Paradiesgarten, Um die heutigen Probleme der islamischen Welt angemessen zu beurteilen, gilt es, das Verständnis für die traditionellen Denk- und Verhaltensmuster der islamischen Kultur zu schärfen, die als untergründige Kräfte bis in die Gegenwart hineinwirken und in Architektur und Kunst einen besonders gut faßbaren Niederschlag gefunden haben. Das vorliegende Buch, die Summe einer mehr als 25-jährigen, von kritischer Sympathie getragenen Auseinandersetzung mit islamischer Baukunst und islamischer Lebenskultur, bietet eine Anleitung zu solch tieferem Verständnis. Stefano Bianca beschreibt hier die archetypischen Grundformen der islamischen Architektur: das Haus, den Palast, den Garten, die Moschee und das Bad sowie die öffentlichen Gebäude, die Grabbauten, die Märkte und die Vielfalt der Gewerbebauten. Er erklärt, wie sie gegliedert sind, wie sie benutzt wurden – und werden – und wie sie sich zu einzigartigen Stadtstrukturen zusammenfügen. Darüber hinaus beleuchtet der Autor anhand von literarischen und philosophischen Quellen die spirituellen Voraussetzungen der islamischen Kunst, die im ornamentalen Bauschmuck einen ihrer Höhepunkte findet. Über die äußeren Stilmerkmale hinausgehend entsteht so ein ganzheitliches Panorama der vielfältigen architektonischen Gebilde islamischer Baukunst.

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Marrakesh by Design dekorieren mit Mustern und der Magie Marokkos

Living in Style Morocco Text in Deutsch, Englisch und Französisch. Ein Bildband, der die zeitlose Eleganz marokkanischer Interieurs zeigt. Entdecken Sie Oasen der Entspannung, die sich hinter den Hausmauern verbergen. Traditionelle Mosaike, Schnitzereien und Teppiche neben modernem Design ein Stilmix, der inspiriert. In den 1960ern war Marokko beliebtes Reiseziel der Hippies, die sich am orientalischen Zauber berauschten heutzutage trifft sich der internationale Jetset in Marrakesch. Die Magie Marokkos schließt moderne Lebensart nicht aus. Das zeigt auch dieser Bildband. Fließend ineinander übergehende Wohnbereiche, begrünte Innenhöfe und ornamentreiches Dekor machen die hier versammelten Interieurs aus. Trotz aller Detailverliebtheit wirken sie selten überladen, sondern strahlen eine Ruhe und Wärme aus, in der auch moderne Designelemente ihren Platz finden. Die Fotografen Andreas von Einsiedel und Julia Leeb haben für Living in Style Morocco diese unvergleichliche Atmosphäre eingefangen.

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