Das Leben in Marokko

2019 und das Elend der Berber Frau

Eigentlich sagt man ja nicht Berber oder Berber Frau, da dies schon irgendwie ein Schimpfwort gegenüber den Amazigh ist. Genau, der richtige Name lautet Amazigh und nicht Berber, wie Barbar.

 

 
Wer sind denn eigentlich die Amazigh ?!
 
 

 

Diese Ethnie, lebt seit ca. dem 8./9. Jahrhundert bereits in Nordafrika, genau genommen in Algerien, Tunesien sowie im Riff, der Sahara und im Atlas Marokkos. Ganz, ganz früher, also vor ein paar hundert Jahren, waren sie auch noch Juden oder Philosophen und keine Muslime. Dieser Glaubenswechsel geschah erst als sie von den Arabern erobert und dazu gezwungen wurden, zum Islam zu konvertieren. 

Ein gutes Beispiel hierfür ist die ältere Berber Frau mit ihren vielen Tattoos im Gesicht, welche ja im Islam eine Schande sind. Daran sieht man aber, dass wirklich erst vor 50–60 Jahren angefangen wurde, den Islam ganz anzunehmen. 

 

Sie leben bis heute überall in Marokko verstreut in kleinen Dörfern hoch im Atlas, in der Sahara, und auf dem Lande. Die jüngere Generation zog es jetzt schon mehr in die größeren Städte da sie dort höhere Chancen auf Arbeit haben. Ihre Familien leben vom Tiere hüten, der Landwirtschaft, Verkauf auf Wochenmärkten und vom Handwerk.

 

 

 

 

Ein traditioneller Wochenmarkt wo man alles kaufen kann, was man so für seinen Haushalt und die Arbeit braucht

 
 
Armut in Marokko
 
 

2005 startete Marokko ein Hilfsprojekt mit einem Budget von einer Million Dollar, um den armen Regionen Marokkos zu helfen, gerade den Dörfern und ländlichen Gegenden. Oft gab es bis vor ein paar Jahren noch nicht mal eine geregelte Strom- und Wasserversorgung oder keine richtigen Straßen, die bis in die Nähe der Dörfer führten. Was natürlich in Notfällen so einiges schlimmer machte. 

 

 

 

Eines der vielen Berber Dörfer im hohen Atlas

 

 

2014 verkündete die Regierung, dass die Armut um 50 % gesunken wäre, ein super Fortschritt! Leider leben aber immer noch an die 18 % in schlimmen Situationen und haben oft kein Geld ihre Familien alleine, ohne Hilfe von Freunden und Nachbarn, zu versorgen. 

 
 
 
Schulbildung auf dem Lande … 

Kinder sind oft stundenlang zu Fuß in die weit entfernte Schule unterwegs, da es keinen öffentlichen Schul-Transport gibt. Auch die Kleineren die gerade erst eingeschult wurden. Der lange Fußmarsch macht sie müde, genauso wie das alltägliche Helfen zuhause, so dass sie oft dem Unterricht nicht folgen können und dem Schulstoff nicht nachkommen. In der Regel wird ab dem 12. Lebensjahr die Schule abgebrochen. Entweder, weil die Weiterführende zu weit entfernt liegt oder weil sie ihren Eltern daheim helfen müssen. Das Schulsystem in Marokko, was ja sowieso zu wünschen übrig lässt, wenn man als Lehrer selber nur einen Hungerlohn von maximal 380 € im Monat bekommt und auch keine gute Bildung genoss, ist nicht verwunderlich erschreckend. Auch im Moment ist schon seit Wochen kein Unterricht mehr, weil die Lehrer landesweit streiken.

 

 

 

Kleine Amazight Kinder beim snacken in den Bergen

 
 
Die Amazigh, abgestempelt als Menschen zweiter Klasse

Trotzdem ist es aber in den etwas größeren Städten schon so, dass die Menschen dort bevorzugt werden. Man achtet wenig auf die Amazigh aus den ländlichen Gegenden. Vor knapp 3 Jahren, wurde am Riff in Marokko, in der Stadt El Hoceima, ein Fischer Anfang 30 von einer Müllwagenpresse zerquetscht, weil er versuchte seinen teuren Aal, der ihm zu Unrecht von den Behörden konfisziert wurde, zu retten. Er hinterließ seine ebenfalls sehr junge Ehefrau und 2 kleine Kinder…

Mich erinnert es immer sehr an die Unterschiede zwischen den Türken und Kurden. Obwohl sie ebenfalls im gleichen Land leben …

 

 

 

Ein Fischermann in Essaouira, an der Küste Marokkos

 

 

In meinen Augen sind sie ein freundliches, hart arbeitendes und sehr respektvolles Volk, dass leider bis heute darunter leidet oft, als Mensch zweiter Klasse behandelt zu werden. Sie sind viel Natur-bewusster, Tier reundlicher und nicht so eifersüchtig und habgierig wie man es leider oft bei der anderen Bevölkerung des Landes sieht. Sie sind auf jeden Fall keine Bettler und Gejammere hat bei ihnen auch keinen Platz im Alltag, denn es gibt viel zu tun! Zum Beispiel bei ihren Frauen und Töchtern! 

Vermählungen bei den Berbern – Heiraten mal anders …
 
 

Junge Mädchen heiraten bei den Berbern in der Regel sehr früh, zwischen 14 und 18 Jahren. Nachdem sie die Schule ja wie so oft mit 12 abbrechen, gibt es keine andere Wahl als sich jemanden aus dem Dorf oder den umliegenden Gegenden zum Mann zu nehmen. Man heiratet normalerweise sehr traditionell ganze 3 Tage. Am ersten Tag beide Eheleute getrennt voneinander und alleine für sich mit Freunden, Familie und Bekannten. Am 2. Tag bei ihr Daheim zusammen und am 3. Tag bei ihm.

 An diesem letzten Festtag wird sie von einem Pferd oder Esel abgeholt und zu ihm nach Hause gebracht, wo sie dann auch leben wird, ohne das Haus jemals zuvor gesehen zu haben. Auch kennt sie ihren Ehemann nicht wirklich sehr gut… Wenn sie Glück haben, gingen sie vielleicht zusammen zur Schule. Aber es ist auf jeden Fall nicht so, dass man vor der Ehe eine öffentliche Beziehung führen dürfte… 

 

 

 

Ein normales Wohnhaus

 
 
Der Druck der Ehe … 
 
 

Und zusammen leben sie dann, ganz bescheiden, mit Schwiegereltern und anderen Familienangehörigen im gleichen Haus, bis sie sich ihr eigenes leisten können. Meistens auch noch in einem Lehmhaus, welches keine normale Asphaltstraße besitzt sondern nur erdige Trampelpfade. 

Viele können sich aber nie wirklich ein eigenes Steinhaus leisten und bauen dann einfach eine Etage höher am Elternhaus an.

Die Berber Mädchen sind in der Regel meistens jünger als ihre Männer, oft zwischen 2 und 10 Jahren. Die meisten nehmen es so hin, weil sie es nicht anders kennen. Aber die, die viel lieber weiter studieren gehen wollen, für die ist es sehr schwer mit den Problemen in der frischen Ehe umzugehen. Dem Druck der Hausarbeit und Verantwortung stand zu stehen. 

Eine Scheidung könnte es geben, wird aber oft nicht durchgeführt, weil es eine Schande wäre. Niemand würde das Mädel mehr respektieren und heiraten würde sie sowieso niemand mehr. 

Kinder, aus der Ehe, die etwas älter sind, bleiben dann oft beim Mann, seiner neuen Frau und Mutter. Denn laut Islam gehören ihm ja auch die Kleinen. 

Sind diese aber noch sehr klein und brauchen Muttermilch, können sie bei ihr bleiben, wie lange genau kann ich euch nicht sagen…

 

 

 

Eine nette Berberfamilie und ich in den Bergen. Auch hier wohnt die Schwiegertochter bei den Eltern und kümmert sich um den Haushalt und die Pflege der Schwiegermutter

 
 
Oft monatelang auf sich allein gestellt …
 
 

Die meisten Ehemänner verlassen ihre Dörfer und somit Kinder und Frau oft monatelang um irgendwo in der Stadt Geld zu verdienen. Die meisten Dörfer haben keine Arbeitsprojekte. Außer in der Landwirtschaft die aber auch nur saisonbedingt ist. Viel verdienen kann man aber auch da nicht.

Dies bedeutet dann, dass seine Berber Frau Zuhause alleine mit den Kindern, den Tieren und der ganzen Verantwortung ist. 

Morgens um 5 beginnt ihr Alltag, sie macht das Feuer an, backt frisches Brot, kocht Minztee, bereitet Frühstück vor und weckt die Kinder um zur  Schule aufzustehen. 

Danach werden die Tiere versorgt. Sie geht mit der Kuh zum grasen, versorgt das Vieh, schärt die Schafe, wäscht die Wolle, knüpft Teppiche, melkt die Kuh um Butter daraus zu machen, sucht im Wald Feuerholz und Gras und wäscht die Wäsche am Fluss! 

Den ganzen Tag den Hang hoch und runter…

Schon heftig viel oder? Überlegt mal wir europäischen Mädels hätten so einen Alltag und das ohne jegliche Hilfe…

 

 

 

Ein traditionelles Frühstück mit hausgemachter Butter, selbst gebackenem Brot, frischem Olivenöl und Honig

 

 

Von Urlaub  oder einem Tag frei ganz zu schweigen. 24/7 auf Achse. Ihre Schönheit schwindet schon im frühen Alter. Oft sehen sie mit 19 schon aus wie 50. Jammern wird nicht gern gesehen und oft fühlen sie sich mit allem alleine gelassen, wie in einem tiefen schwarzen Loch ohne Brot und Wasser. Ihr Leid wird nicht gerne gesehen, eher ignoriert …

Wenn man ihre Männer fragt sagen diese nur immer: Meine Frau ist im Dorf, mit meinen Kindern, das ist ganz normal für sie und sie macht das gerne…

 

 

 

Fast jede Familie hat ihr eigenes Vieh, wie Esel, Maultier, Hühner, Schafe oder Ziegen

 

 

Es gibt auch sehr viele Amazigh Lieder die von jungen Berber Mädchen gesungen wurden und in denen es meistens um das Leid und Elend der Frauen geht…

 

 

 
Wie gut wir es doch haben …
 
 

Tja, da sieht man mal wieder wie gut wir es in unserer westlichen Welt doch haben, oder sagen wir mal, dass wir so unabhängig und frei aufwachsen dürften… Und das natürlich neben einer super Schulbildung, in einem Sozialstaat und einer Krankenversichertenkarte in der Tasche die uns im Ernstfall abdeckt…

Hier wird dieses leider immer noch etwas dauern, bis sich was ändert… Falls sich was ändert!

 

Ganz toll kann man das Leben der Berber auch in dieser Doku sehen. Ein sehr schöner Film der einem die Tradition und Kultur der Amazigh näher bringt!

 

Und wenn ihr Interesse an meinen anderen Blogs habt, dann findet ihr diese auf der Startseite.

Ich freue mich auch immer sehr über Gastartikel, die ich hier bei mir veröffentlichen kann. Eure Erfahrungen und Geschichten die ihr auf euren Reisen so erlebt habt. Muss gar nicht Marokko sein! Dinge die Andere vielleicht sehr gerne lesen würden und die ihr teilen möchtet. 

Bei Interesse schreib mir dazu einfach eine E-Mail!

4 Comments

  • Kasia Oberdorf

    Hallo Nadine,

    ich folge deinem Blog schon eine Weile. Wie kommt man ausgerechnet darauf, in Marokko leben zu wollen? Gehen dir die Einschränkungen im Alltag, die man täglich spürt, nicht “auf den Keks”? Oder anders gefragt: fühlt es sich nicht wie ein ständiger Kampf an, darum, die Person sein zu können, die man ist?

    Mit Marokko verbindet mich eine skurrile Geschichte, und zwar hätte ich vor Jahren fast in eine Berberfamilie eingeheiratet. Heute kann ich mir das nicht mehr vorstellen, doch die Erfahrung war wichtig, um zu erkennen, wer ich bin und wo meine persönlichen Grenzen liegen. Wie gehst du mit Aufdringlichkeiten um? Wie schaffst du es jeden Tag aufs Neue, dir nichts verkaufen/aufschwatzen zu lassen? Wird man als Europäerin nicht häufiger angesprochen? Ich stelle mir das mega anstrengend vor…
    Lg Kasia

    • Nadine

      Guten Morgen Kasia!

      Lieben Dank für dein Feedback!

      Und ich kann dir nur sagen, jaahh, es ist super schwierig hier! Genauso wie du es beschreibst. Und dieses Problem, jeden Tag aufs Neue in den Kampf einzumarschieren, zerrt extrem an den Nerven. Es macht das Leben hier nicht mehr genießbar. Deshalb steht Marokko ja auch auf Platz 5 der unzufriedensten Länder der Welt.

      Ich fing bereits früh an, mir hier was aufzubauen. Hab zum Glück nie Geld investiert aber Ideen. Und diese Zeit in der ich zum Teil so litt, wollte ich nicht einfach wegschmeißen. Ich wollte das erreichen, was ich angefangen hatte und nicht mit gebrochenem Rückrat und keinem Cent zurück nach Deutschland.

      Ganz früh bekam ich hier Tipps von Marokkanern die sehr kreativ, selbstständig und von der marokkanischen Gesellschaft abgekapselt lebten.

      – Halt dich von den Familien fern, sie bringen Dir nur Ärger und zerstören dein Leben indem sie sich in alles einmischen und deine Beziehung kontrollieren. Du bist vielleicht die Starke. Aber dein Mann/Freund nicht! Denn für ihn ist es normal. Und das tat ich. Es läuft.

      – Ich lass mich weder in der Medina oder woanders von Typen belästigen und mache alles andere als diese zu ignorieren. Ist sehr Nervtötend, aber es funktioniert. Aber auch ein Grund nicht mehr in die eigentlich schöne Medina zu gehen. Ich wohne deshalb außerhalb.

      – Ich hab hier durch all die bösen Erfahrungen viel gelernt und weiß mittlerweile wie ich mit den Menschen umzugehen hab. Das Meiste, gerade den Kontakt mit der Außenwelt, macht mein Mann und das hilft enorm. Es ist stressfreier.

      Wir wollen aber gehen, dieses Jahr noch. Die Agentur ist mittlerweile durch ein gutes Team aufgebaut so dass wir nicht mehr hier vor Ort sein müssen. Wir haben Pläne zwischen Marokko und Deutschland die uns sehr interessieren und ich werde mein Wissen über Kultur und Tradition hier in ein Jura Studium umsetzen. Gerne würde ich als Anwältin im Bereich Menschenrechte arbeiten.

      Das du damals den Schritt nicht gemacht hast, zu heiraten, gerade innerhalb einer Berberfamilie war sehr weise. Mein Respekt! Denn die Meisten tun es und da kommt oft nicht Gutes bei raus. Außer sie beugen sich ständig und versuchen noch nach vielen Jahren das Positive in einem zu sehen.

      Bei mir waren es am Anfang auch die Gedanken gegen die Familie meines Mannes. Er selber lebt aber schon lange weit entfernt von ihnen und hat fast keinen Kontakt. Sie stammen aus der Sahara wo es glücklicherweise sehr lockere und gebildete Familien gibt die ihre Kinder nicht kontrollieren. Aber klar, die Mutter war ein Problem am Anfang. Die ständigen Anrufe und Tausend mal am Tag gleichen Fragen gingen uns echt auf den Zwirn. Da musste ich ihr einmal mit nicht mehr besuchen klar machen das es zu viel ist. Jetzt ruft sie alle 3 Wochen an 🙈

      Ich weiß nicht, ob du die Teile meines Lebens hier gelesen hast. Die werden auf jeden Fall immer interessanter!

      Und dir wünsche ich weiterhin alles Gute und dein Blogartikel gefiel mir sehr 💕

      LG,

      Nadine

  • Kasia Oberdorf

    Vielen Dank, Nadine, für deine lange und offene/ehrliche Antwort. Ich kann deine Beweggründe voll und ganz nachvollziehen, das Gefühl, dass man nicht “aufgeben” möchte. Schade, dass einem das Leben in dem schönen Land zum Teil schwer gemacht wird.
    Wie mir scheint, gibt es doch recht große Unterschiede zwischen den Menschen in der Stadt und den Menschen auf dem Land bzw. in den Bergen. Die alten Traditionen wie Ehre (in positivstem Sinne) und Respekt scheinen in den Städten und bei den Jungen verloren zu gehen. Ich höre irgendwie auch drei Welten heraus: die “Alten”, die noch die alten Traditionen leben, die “Jungen” wie die Nepper in den Touristengegenden und die “Modernen”, die sich von alldem abgrenzen und ihr Leben leben. Kann man das so verallgemeinert zusammenfassen?

    Ein bisschen schade, dass du gehst, ich hatte mich mit dem Gedanken herumgetragen, mit dir im Rahmen einer Tour Marokko zu erkunden. Aber für euch beide wird es sicher besser sein, es ist kein Zustand, dass man als Frau ohne seinen Mann vieles einfach nicht erledigen kann/mag, da es zu nervenaufreibend ist. Auch das Gefühl, sich ständig beweisen und entgegentreten zu müssen zerrt sicher an der Substanz. Schön, dass dein Mann dich in dieser Hinsicht so unterstützt.

    Na ja, die Entscheidung damals habe nicht ich getroffen, mein Lebensgefährte hat, als er festgestellt hat, dass es wohl nicht ganz so läuft wie gedacht, in Marokko geheiratet… was habe ich, 21-jähriges Mädel, damals geheult! Doch im Nachhinein war es das Beste, das er für uns beide tun konnte, denn er hat mir damit eine Entscheidung abgenommen, zu der ich mich vielleicht nie durchgerungen hätte.

    Ich wünsche dir alles Gute und bin gespannt, wo es dich in der Welt als Nächstes verschlägt!

    Lg Kasia

    • Fobo2019

      Hi Kasia!
      Wow, ich denke das du damals doch vielleicht Glück im Unglück hattest, mit der geplanten Hochzeit. Wie schmerzhaft, enttäuschend und schlimm das für dich gewesen sein muss, kann ich mir nur zu gut vorstellen. Mir selber passierte so etwas ganz am Anfang als ich her kam. Ich dachte auch es wäre die große Liebe. Er war immer da, der perfekte Partner. Aber irgendwann wurde er langsam so von seiner Mutter manipuliert das er mich von jetzt auf heute verließ. Er heiratete zwar keine andere aber seine Begründung war das er gegen seine Familie und Religion lebt, solange er mit mir zusammen wäre… Zu dem Zeitpunkt verstand ich die Welt nicht mehr und fiel monatelang in ein tiefes Loch. Erst nach 3 Monaten, gelang es mir ein neues Umfeld aufzubauen. Und dann kam er aus dem Nichts wieder! Als wäre nichts gewesen! Aber ich nahm ihn nicht mehr zurück. Ich hatte draus gelernt!

      Ich kenne auch eine ähnliche Geschichte, wie deine. Ein junger Berber aus Imlil mit seiner amerikanischen Freundin. Beide waren so happy und unzertrennlich. Wollten auch heiraten. Bis seine Mutter ins Spiel kam und er in ihrer Abwesenheit schnell eine Berberin heiratete. Wie dramatisch das war.

      Aber letztendlich sage ich heute, ist es vielleicht für uns alle besser gewesen. Denn wir hätten in deren Leben sowieso nicht herein gepasst. Und irgendwann wären wir vor Frust explodiert weil wir es ja ständig sind, die sich beugen und allen alles recht machen möchten!

      Und ich gehe nach Deutschland, weil ich hier nicht mehr leben möchte. Komme aber für die großen Touren ab 7 Tagen noch extra hierher 🙂 Also würde ich mich sehr freuen, dich hier zu treffen!

      LG,
      Nadine

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