Das Leben in Marokko,  Meine Erfahrungsgeschichten

Auswandern nach Marokko – Mein neues Leben

Für viele scheint es sehr interessant zu sein, auszuwandern, so weit weg von Zuhause zu leben. Den Mut aufzubringen alles hinter sich zu lassen und einfach zu gehen… So wie es bei mir auch ist wenns um Thema auswandern nach Marokko geht.

Klar, ist ja auf jeden Fall auch mal was anderes. Ich bekomme es in den sozialen Medien ja auch mit, dass immer mehr Menschen ihre Sachen packen und mal raus wollen, raus aus dem ewigen Trott in die weite Ferne. Oft ist es der Ruf nach mehr Freiheit, Lebensqualität oder auch die Suche nach etwas anderem.

In Deutschland haben wir auch Lebensqualität, aber halt anders. Das was man im Urlaub erlebt, ist oft die Ruhe, das tolle Essen, die Sonne und kein Alltagsstress. Aber was viele auch vergessen, genau den hat man in einem Auswanderer-Leben nachher auch. Vielleicht etwas mehr Palmen um sich herum während man schuftet aber auch oft kein Sozialsystem wie Krankenversicherung und Co. Und klar, auch daran hab ich damals keinen Gedanken verschwendet. Als würde ich mal krank werden… Ich stellte mir auch immer dieses Leben unter Palmen vor, am Pool relaxen, zwischendurch mal was arbeiten aber bloß nicht zu viel und ein Traumhaus am liebsten direkt am Meer besitzen. So einige können sich das finanziell erlauben, nur ich zu der Zeit mit 25 nicht. Trotzdem hielt mich nichts auf und ich musste einfach weg. Spürte diesen Drang nach mehr, war auf der Suche nach etwas, etwas das ich heute eventuell deuten könnte.

Und wie es Klischeehaft halt so ist, denken einige oder meinen direkt zu wissen, dass ich hier im Urlaub ja jemanden kennengelernt haben muss und deshalb jetzt hier lebe. Dieses alte typische Klischee halt … ″Da hat sie sich über beide Ohren verliebt, Gehirn blockiert und brach alle Zelte ab um (naiv) hinter der Liebe herzurennen…” Hmmm, hätte mir eventuell auch passieren können. Gerade in dem Alter von knapp 26 Jahren und bei all den hübschen Lockenköpfchen hier … Ist es aber nicht.

Es sind jetzt schon fast 8 Jahre, die ich hier in Marokko, in Marrakesch lebe. Doch schon irgendwie lange, obwohl es mir zwar nicht wie gestern, aber doch erst wie letztes Jahr vorkommt! ″Damals“ war ich 25, hatte gerade meinen alten Arbeitsvertrag hinter mich gebracht und arbeitete als Freiberuflerin in Bayern fürs amerikanische Militär. Ein super Job den ich zum Teil zu Hause bei mir machen konnte und ein gutes Gehalt. Zwischendurch war ich dann in Bremen, für mich eine der schönsten Städte Deutschlands! Nun ja, wie man sehen kann bin ich schon etwas herumgekommen.


Und so lebte und arbeitete ich halt vor mich hin. Morgens früh raus, meine Stunden ableisten, einkaufen, Film schauen, Sport, schlafen. Wie im Hamsterrad. Eine Zeit lang ging das, aber dann irgendwann nicht mehr, als würde es mich innerlich zerreißen. Ich war schon von klein auf, würd ich sagen, sehr abenteuerlustig, brauchte Action, wollte was erleben und sehen. Schon seit meinem 18. Lebensjahr arbeitete ich immer mal wieder im Ausland, auch oft für mehrere Monate. Und dann nach so langer Zeit wieder in diesen deutschen Trott hinüber zu gehen? Das ging in meinem Fall überhaupt nicht!Der immer volle Briefkasten,doch irgendwie zu viel Arbeit und am Ende des Monats mal gerade soviel übrig, dass ich Miete, Strom und Lebensmittel zahlen konnte. Das ist und war auf jeden Fall nicht mein Leben! Auch mich dem gesellschaftlichen Trott zu fügen, mich nach meiner Haarfarbe, meiner Schlafenszeit und Essensroutine abstempeln zu lassen, ging gar nicht. Denn auch in Bayern, wo ich zwar nicht aufwuchs, aber dann durch meinen Job lebte, ist es als ″Lipperin“ aus NRW nicht einfach Anschluss zu finden. Du weißt ja, “Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht”…

Die letzten Wochen fühlte ich mich dort nur noch schrecklich und war nicht glücklich. War eher befallen von dem Zwang weg zu müssen, so wie so oft eigentlich, immer auf der Suche nach irgendetwas bestimmten. Also machte ich mich online erstmal auf die Suche nach einem All Inklusive Urlaub. 10 Tage wenn es ging, einfach mal raus, ein neues Land erkunden und mit der Kamera durch die Straßen ziehen… Abschalten, geniessen und glücklich sein! Viele Angebote gab es da, aber was mir direkt auffiel, die günstigere Ziele gingen meistens in islamische Länder wie Tunesien, Ägypten und auch Marokko. Wäre ich damals nicht mit meinen Eltern schon in Tunesien gewesen, dann wäre ich bestimmt dorthin geflogen! Aber nur Strandurlaub war auch wieder nichts!

Nach ein wenig Online Recherche, entschied ich mich am Ende für Marokko, für Marrakesch , die Stadt der 1001 Nächte. Lila, Bordeauxrot und golden farbig, orientalisch. Jaahh, so stellte ich mir meinen Urlaubsort vor. Trommelmusik, Schlangenbeschwörer, bunte Basare. Anders halt, mal was Neues zu erleben. Für nur 500 noch was Euro, Flug, Hotel, Frühstück, 10 Tage. Hörte sich für mich perfekt an! Würd ich zwar heute so günstig nicht noch mal tun, gerade jetzt wo ich schon ewig hier im Tourismus arbeite und die Pappenheimer samt ihren Maschen so kenne, aber damals ließ ich mich noch blenden.
Und nach 3 Wochen ging es dann auch schon los! Super happy, mit einer neu gekauften Canon, war ich auf dem Weg in den Orient! Fühlte mich schon so richtig frei, war happy ein neues Abenteuer zu beginnen!

Und der Urlaub begann

Obwohl mich schon am Flughafen ein mürrischer oder sagen wir müder Abdou, von meiner Reiseagentur beauftragt in Empfang nahm, konnte mich so überhaupt nichts aus meiner happy Urlaubsstimmung bringen. Nun ja, es war aber auch schon 2 Uhr morgens und Abdou war sicher schon seit 12 Stunden im Dienst. Das konnte man dann etwas entschuldigen.


Auch war es nicht gerade schlimm, dass es keine Handtücher im Zimmer gab oder kein Toilettenpapier. Wurde wohl von der Zimmerdame vergessen. Also ging ich zur Rezeption und holte es mir. Das Einzige was mich wirklich etwas sehr anekelte, waren die vereinzelten Haare im Bett. Das musste echt nicht sein! Da der Rezeptionist aber auch nicht so aussah, als würde ihn mein Anliegen sehr jucken, befreite ich die Laken von den Körperprodukten anderer Menschen halt selber. Aber was verlangte ich denn auch mehr bei dem All Inklusive Preis den ich zahlte, denn auch Marokko ist eigentlich ein teures Urlaubsziel. Naja, aber so weit war ich noch nicht.

Am nächsten Morgen, nach dem traditionellen Frühstück ging es dann los. Obwohl die Türkei ja auch ″eigentlich“ islamisch veranlagt ist, trug ich dort immer was ich wollte. Auch mit nur Bikinioberteil und Shorts in den Supermarkt zu gehen war zu der Zeit noch überhaupt kein Problem. Ein Leben am Touristenstrand halt, mit Bier und StrandClubs. Deshalb zog ich mir auch hier eine kurze knappe Hotpants an, T-Shirt, Flip-Flops, Kamera um den Hals und ab ging es. Schließlich hatten wir noch September und an die 30–35 Grad. So sah ich halt wie die typische naive Touristin aus, aber auch das kam mir überhaupt nicht in den Kopf!

So schnell wie möglich wollte ich in die alte Medina, die ich von Pinterest und Co. her schon kannte. Zwar nur virtuell aber auch ich wollte durch die engen Gassen schlüren, Fotos von Menschen und Häusern machen, lecker essen gehen und einfach nur relaxen.
Mein Hotel lag im europäischen Teil, ca. 2 km zu Fuß von der Altstadt entfernt und ich versuchte mich an den Straßenschildern zu orientieren wo drauf stand “Medina”! Klar verlief ich mich natürlich auch abundzu, erreichte aber am Ende immerhin mein Ziel! Ein großes leicht rostfarbenes Durchfahrtstor befand sich vor mir und dahinter begannen die kleinen Gassen. So als würde man in eine andere, sehr authentische Welt eintauchen.


Die Gassen waren staubig, die Mauern leicht rostfarbend gestrichen und der Putz blätterte an vielen Stellen schon ab. Aber das war es ja was ich wollte! Mal was anderes als schnieke Einfamilienhäuser um mich herum.

Staubige Gassen und Chamäleons


Im Großen und Ganzen hatte ich auf jeden Fall eine abenteuerliche Zeit! Es war sehr abwechslungsreich, denn Marrakesch besteht aus ganz vielen Stadtteilen die einfach so, ohne das du es mitbekommst, ineinander fließen. Von den bunten Basaren, kleinen Gassen, verschleierten Frauen bis hin zu Edelnachtclubs und Range Rovern. Es gibt einfach sooo viel zu erleben und zu sehen. Auch arbeiteten meine Sinne auf Hochtouren wegen der Tausend verschiedenen Gerüche, Farben und Geräusche zur gleichen Zeit! Dazu musste ich ständig auch noch aufpassen, dass ich nicht von einem trabenden Esel oder rasendem Moped überrollt wurde.

Und da standen sie dann, die kleinen Holzkäfige vor mir am Rande der Gasse. Da drin saßen kleine Schildkröten und Chamäleons klammerten sich am Gitter fest. Wowww, dachte ich! Wie faszinierend und auch toll das die Menschen hier so etwas als Haustier halten! Denn eigentlich ist es im Islam ja nicht so üblich, dass man ein Tier zu Hause hält, es sei denn es ist ein Nutztier wie Maultier, Kuh, Esel, Hund oder Katze, aber auch dann wird es meistens draußen untergebracht.


Während ich mit einem Finger im Käfig davor stand um Bekanntschaft mit den kleinen Kreaturen zu machen, kam eine hübsche, sehr selbstbewusste, junge Marokkanerin raus. Sagen wir mal so Anfang 20 war sie, aber keines Falls älter. Ich war ganz erstaunt das sie gar nicht verschleiert war, so wie ich es aus dem Irak, Afghanistan oder dem Iran her kannte! Auch sah man in marokkanischen Werbefilmen über das Land nur vermummte Frauen mit orientalischen Schals vorm Gesicht. Aber ganz im Gegenteil! Sie trug eine hautenge hellblaue Jeans, ein nicht allzu langes weißes Top und helle Sport Sneaker. Ihre langen dunklen Haare waren zu einem Zopf zusammen gebunden und ich muss wirklich sagen das sie sehr hübsch war!
Auch ihr Englisch war astrein und so begrüßte sie mich sehr nett und lud mich auf einen frischen Minztee zu sich in die Apotheke ein, den ich natürlich erfreulich annahm. Um uns herum standen Hunderte von Gläsern vollgepackt mit irgendwelchen Kräutern, Ästchen und buntem Pulver. Während eines der Chamäleons sich direkt neben uns am Rande eines Gewürzglases festklammerte, gab sie mir den Tee und erklärte mir was sie da wohl alles in ihrer Apotheke so anbot.


Sehr euphorisch machte ich etliche Fotos von dieser kleinen bunten Welt um mich herum und kaufte natürlich im Wert von mehr als 30€ Perfum-Öle in allen möglichen Variationen wie Amber, Musk und noch so andere ein. Das die natürlich nicht echt waren, bemerkte ich erst als ich wieder zurück in Deutschland war. Als kleine Aufmerksamkeit bekam ich noch einen rosanen kleinen Würfel, der erst wie Seife ausschaute und sich etwas wachsig anfühlte, aber wohl als Duftstein für den Schrank dienen sollte. Aber nicht von ihr, sondern von einem jungen Herren, denn das Mädel war nach dem Bezahlen aufeinmal wie vom Erdboden verschluckt. Zeit um mich wirklich zu wundern hatte ich nicht, denn auch er war sehr nett und durch sein so modernes Auftreten, hatte ich auch hier überhaupt keine Bedenken. Er trug ebenfalls Jeans, T-Shirt und Sportschuhe, alles von bekannten Marken. Auch sein Iphone schien neu zu sein und ich dachte mir, wenn jemand so gut verdiente, konnte sich da ja kein schlechter Mensch hinter verbergen. Seine Kunden mussten ja so begeistert sein, dass sie ständig wiederzukommen schienen.

Er wollte mir etwas zeigen und nahm mich mit ins Nachbarhaus, welches direkt neben der Apotheke war. Das Haus war nicht mehr das Beste, auch hier blätterte der Putz von den wohl schon sehr oft gestrichenen hellen Wänden ab. Eine alte Holztreppe führte knarschent nach oben ins erste Stockwerk. Eine Art Wohnung mit herausgerissenen Wänden, um mehr Platz zu haben, kam zum Vorschein. Dort saß sein Onkel auf einem der zig crémefarbenden Teppichstapel und las irgendwas in seinem Handy. Er war so Anfang 40, hatte leicht strubbelige hellbraune Haare,trug eine braune Jellaba, also ein traditionelles langes arabisches Gewand und dunkle Lederlatschen. Mürrisch stand er auf, wenig begeistert und fing direkt an mir ebenfalls Tee, der auf einem großen silbernen Tablett stand, einzuschütten. Der Minztee war wirklich sehr lecker, auch wenn er etwas sehr viel Zucker hatte. Auch fand ich diese enorme Gastfreundschaft ganz toll. Jeder war so aufrichtig zuvorkommend und sehr an einem interessiert. Naja, als er mir dann anfing zu erklären das diese Art von rotem Teppich der dort an der Wand hing aus reinen Kaktusfasern gemacht wurde, überkam mich zum ersten Mal ein komisches Gefühl und ich ging. Natürlich mit der Ausrede noch mal wiederzukommen um niemandem zu verärgern. Schließlich hatte ich ja irgendwie seine Zeit gestohlen, auch wenn ich nicht drum gefragt hatte. Dieser Teppichverkäufer war wohl nicht sehr professionell und schreckte mich mit seiner gelangweilten und abgeneigten Art schnell ab. Außerdem wollte ich alles andere, aber bestimmt keinen Teppich mit nach Hause nehmen!


Genau dies war die Art von Apotheke und Teppichladen vor denen ich heute viele warne! Touristenabzocke hoch 10, ein mega Lächeln, etwas Tee, ein nettes Gespräch und Schwupps hat man schon eine Tüte mit irgendwelchen Produkten in der Hand. Ich nenne sowas organisierte Kriminalität, Betrug und ganz schlimme Abzocke. Auch wird einem hier meistens vorgeflunkert, dass es ja Familienangehörige wären und wie arm diese doch seien. Alles nur Weichmacherei ohne das ein Funken Wahrheit dahinter steckt. Wenn jemand einen Laden vollgestopft mit Artikeln eröffnen kann oder sich sogar das Haus kauft, dann hat das nichts mit Armut zu tun. Auch einen Kredit bekommt man hier nicht so einfach hinterher geschmissen, da arbeiten die Banken nach gleichen Kriterien wie bei uns. Man weiß halt hier genau, mit welchen Maschen man die Touristen zum Kaufen animieren kann. Auch tickt ja jede Nationalität etwas anders, aber auch das hat man studiert. Anders ist es, wenn der Tourist das alles weiß aber unbedingt etwas kaufen will, dann ist es ihm natürlich egal, Hauptsache er bekommt was er haben möchte.

Der bittere Nachgeschmack tauchte zwischendurch mal immer kurz auf!



Weiter streifte ich mit der Plastiktüte am Handgelenk durch die engen Gassen. Meine Sinne liefen auf Hochtouren, denn jede 2 Meter stieg mir ein anderer Geruch in die Nase. Von duftenden frisch gebackenem Brot, abgezogenen Fellen die in der Sonne trockneten, frisch aufgetragenem Lack, geschlagenem Metall bis zur Eselskacke. Aber ich mochte es, ich fühlte mich in diesen engen Gassen wohl und mehr als sicher. Wahrscheinlich weil alles so neu und interessant war, so authentisch. Auch der Ruf zum Gebet von den Hunderten Moscheen rings herum, passte total zur Kulisse. Invasionen von Straßenkatzen liefen mir vor die Linse, kleine balancierende Baby Kätzchen die dabei waren, ihre neue gigantische Welt zu erkunden. Maultiere, Esel und auch Menschen die meistens irgendwo herum saßen oder da standen. Es war alles mit dabei, jung, alt, arm und reich.


Natürlich nicht so schön empfand ich die herum lungernden jungen Männer die einen mit ihren Augen auszogen,ständig ansprechen mussten oder auch sogar hinterher liefen. Dieses unheimliche Flüstern, böse Wörter zurufen, dass war ich nicht gewohnt. Auch nicht aus der Türkei oder anderen Ländern die ich vorher besuchte. Ja, auch dort sind die Männer, naja, sagen wir mal sehr “Frauen fixiert” und lassen einen auch schwer in Ruhe, aber hier war es anders. Von Ägypten wusste ich, dass speziell Touristinnen dort ebenfalls sehr penetrant belästigt werden konnten, aber das was ich in Marokko erlebte war sehr erschreckend und gab mir einen bitteren Beigeschmack.

Naja,ich schob es zum Teil aber mit auf mein Outfit, dass ich nicht akurat angemessen gekleidet war. Da konnte schon was dran sein, obwohl ich mir aber heute sicher bin, dass man auch mit einer Burka über dem Hals angesprochen wird…
Aber was auch immer, der Urlaub ging weiter und so langsam fing mein Bäuchlein an zu knurren. Restaurants gibt es zig in der Medina, meistens sogar von außen sehr unscheinbare aber mit atemberaubenden Dachterrassen. Und auch so eine fand ich, oder wurde dahin gefunden! Draußen vor der Gasse stand ein netter Junge Anfang 20, der mich mit einem breiten Lächeln, amerikanischen Akzent und einer Speisekarte in den Händen fuchtelnd überedete bei ihm im Restaurant etwas zu essen. Ich weiß nicht mehr genau was es war, aber irgendwas hatte er an sich! Gegelte Haare die zum Seitenscheitel gekämmt waren, eine schwarze Brille, das weiße Hemd mit kleinen blauen Blumen drauf und eine Magenta farbene Hose, machten ihn wirklich aus! Also wirklich fash, es kam überhaupt nicht billig rüber! Er hätte auch als der marokkanische Leonardo Di Caprio durchgehen können und wusste auf jeden Fall wie er sich anzuziehen hatte. Etwas das unter vielen Marokkanern in der Medina überhaupt nicht so wichtig war, denn meistens trägt man das was man hat, egal wie man aussieht. Abdessamad, so hieß er, wohl nicht!


Er führte mich eine sehr schmale steile Holztreppe hinauf, genauso eine wie ein paar Stunden zuvor in dem Teppichladen. Polternt ging es durch ein dunkelrot gestrichenes Treppenhaus das über 3 Etagen führte. Im Innern war alles sehr altmodisch marokkanisch eingerichtet. Dunkle Holzmöbel, rote, lilane und grüne Samtkissen mit goldenen Ornamenten drauf, gleichfarbende Stofftischdecken und viele Teppiche in dunkleren Farben. Wie man sehen konnte, wollte sein Chef seinen Gästen hier etwas orientalisches präsentieren, es war halt nur zu sehr in die Jahre gekommen. Ich musste schnell die Toilette benutzen, denn davon gibt es nicht so viele in der Medina. Auf jeden Fall keine die sehr sauber sind. Aber hier war es makellos, diese kleine enge Toilette mit dem goldenen Schieberiegel an der Holztür zum Absperren.


Oben im Freien angekommen, nahm der Koch noch hastig seine private Kleidung von der Wäscheleine und begrüßte mich herzlich. Es war eine süße kleine Dachterrasse. Ein grauer Betonboden, kleine bunte Blumentöpfe mit Kakteen und anderen Blumen drin schmückten diesen niedlichen Platz. Und da war er dann, dieser Ausblick über die Dächer der Medina! Ich war so überrascht, denn so viele Häuser, Satellitenschüsseln und Moscheetürme hatte ich noch nie im Leben gesehen! Rostfarbende, hellrote, braune Gebäude ohne Spitzdächer mit großen oder kleinen Flächen. Manche hatten wunderschöne Pflanzen, crémefarbene Sonnensegel oder auch nur Schrott und bunte Wäscheleinen drauf platziert. Man sah hier schnell wer etwas Geld hatte und wer nicht. Aber das interessierte in diesem Moment niemanden, denn es war gigantisch! Man hatte hier oben, in dieser Stille, dass Gefühl von Freiheit. Hier konnte man einfach sitzen ohne an etwas denken zu müssen, kein Druck, kein Stress, weit weg vom Alltag daheim. Hier entstand einer der ersten Momente indem mich die Sucht nach Marrakesch packte. In der alten Medina konnte man einfach so untertauchen, so unbeschwert in der Menge verschwinden um dann hinter einen kleinen Holztür in einer Ruheoase zu landen. Wie weggeblasen verschwanden auch die kleinen negativen Eindrücke, die ich an dem Tag schon hinter mir hatte. Es war großartig, als würde ich schweben, endlich leben, endlich Ich sein können.


3-4 dunkle Metalltische samt Stühlen standen herum und ich suchte mir den aus, von dem ich die beste Aussicht hatte. Ich war allein hier oben und sobald ich meine kleine schwarze Leder Kameratsche von der Schulter nahm, um sie auf den Nachbarsstuhl zu legen und mich setzte, bemerkte ich erst wie erschöpft ich doch war. Ich war bestimmt schon 4-5 Stunden unterwegs, laut Schrittzähler hatte ich 14km hinter mir und das auch wirklich nur durch die Gassen Marrakeschs!

Abdessamad stand vor dem Tisch, mit gefalteten Händen und seinem breiten Lächeln. Er gab mir die Speisekarte und wartete geduldig auf meine Bestellung. Hier gab es nur ganze Menüs, also Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch. Man konnte 3 leckere Dinge auswählen und ich entschied mich für den marokkanischen Salat mit Tomaten und grüner Paprika, der Hähnchen Oliven Tajine und den Zimtorangen. Dazu bestellte ich eine eiskalte Cola, Alkohol gab es leider nicht. So ein kühles Bier hätte hier nämlich super zur Atmosphäre gepasst!


Sehr bemüht und ständig Ratz Fatz die Treppe hoch und runter, kümmerte sich der junge Kellner um mein Wohl. Zwischendurch tauchte er immer mal wieder auf und wir unterhielten uns etwas. Denn ja, manchmal wollte ich mich einfach nur unterhalten. Mehr über Kultur und Tradition erfahren. Ich wollte wissen, wie die Menschen lebten, wie sie ihren Alltag bestritten, etwas über ihr Familienleben erfahren. Das was man im Urlaub halt so macht. Aber alle Männer die ich bis jetzt in ihren Geschäften traf, wirklich fast alle, erhofften sich dann irgendwelche besonderen Aktivitäten die ich überhaupt nicht im Sinn hatte. Sobald man nett und freundlich war, speziell als Frau egal welchen Alters, wurde dies direkt falsch interpretiert. Klar,es ist ja bekannt das manche Damen in arabische Länder reisen und hungrig auf der Suche nach Männern waren, denen sie dann im Gegenzug Geschenke machten. So Sugar Mommies halt.

Ich war aber keine davon und fand es auch sehr schade, dass man so schnell abgestempelt wurde. Ein normales Gespräch zwischen Mann und Frau war irgendwie nicht möglich.
Abdessamad dagegen war sehr offen, respektvoll und hegte keinesfalls irgendeinen falschen Gedanken. Falls ja, ließ er sich den aber auf jeden Fall nicht anmerken.Er war ein schlaues Kerlchen, wusste enorm viel von der Welt und war auch an anderen Kulturen und Nationen interessiert. Sein Englisch war sehr gut und ich fand es drollig wie er ständig versuchte seine Zunge zu rollen, damit er sich auch perfekt amerikanisch anhörte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er jemand anders sein wollte, wohl mehr als das was er war.
Ich aß mein hevorragendes 3-Gänge Menü auf, trank die 2. Cola und verabschiedete mich dann von meinem neuen Kumpel.

Diese hübschen Schläppchen


Gut gestärkt, bewaffnet mit meiner Kamera um den Hals und in bester Laune, warf ich mich ins Getümmel der Einheimischen. Es liefen zwar hier und dort ein paar andere Touristen umher, aber umso mehr ich tiefer in die Medina schlürte, verschwanden auch diese so langsam. Da war dann nur noch ich in meiner kurzen blauen Jeans Hotpants, dem weißen Tanktop und meiner schwarzen Sonnenbrille auf… Toll fand ich das! Endlich etwas weniger touristisch und mehr lokale Ecken zu erkunden! Aber irgendwann fing es fürchterlich an zu riechen, ja wirklich an zu stinken. Was es genau war, konnte ich aber bis dahin noch nicht genau deuten. Ich wusste nur das es bestialisch in der Nase biss. Als ich aber immer öfter von Herren die auf der Suche nach irgendwas waren, angesprochen wurde, ob ich mir nicht die Tannerie anschauen wollte, wusste ich wo ich war! In dem Medina Teil der Gerbereien!

Hier wurden die blutigen Fell der frisch geschlachteten Tiere gewaschen, abgezogen und dessen Leder gebleicht und danach gefärbt. Und bei knapp 40 Grad, kann man sich den Geruch ja vorstellen! Da ich noch nie in einer Gerberei war, ging ich erwartungsvoll mit einem Mann mit, der so mittlerem Alters war. Vom seinem alten, sehr schmutzigen Baumwoll Jogginganzug her, konnte er nicht viel haben. Wirklich gepflegt war er ebenfalls nicht und aus seinem Mund ragten nur noch schwarze Stumpen. Also das Bild des armen Kerls der wohl auch noch 5 kleine Kinder zu Hause zu ernähren hatte, widerspiegelte er perfekt.


Wir gingen durch eine Holztür und er übergab mich einem Aufseher, der mir sofort frische Minze in die Hand drückte, damit der Geruch nicht so extrem war. Wir liefen an den bunten Becken vorbei in denen hart schuftende Männer bis zum Knie in Bleiche und Farbe standen.Es war faszinierend anzuschauen was mit solchen Fellen passierte, auch wenn einem die Arbeitssituation wirklich leid tun konnte. Gesund war das nämlich bestimmt auch nicht! Die Besichtigung ging ca. 5 Minuten und zurück am Tor, erwartete er natürlich etwas “Trinkgeld”, dass vorher aber natürlich nicht abgesprochen war. Erst war ich verwundert, sah es dann aber als Art “Eintritt” und gab ihm die 10€ die er haben wollte. Mit der Hoffnung natürlich das die wirklich arbeitenden Männer da drin auch was davon abbekamen, was ich aber nicht glaubte. 10€ mal einfach so in 5 Minuten ist kein schlechter Verdienst!


Keine 2 Sekunden aus der Gerberei raus, stand er schon wieder neben mir, der Herr mit den kaputten Zähnen. Ich merkte so langsam wie ich leicht genervt wurde, aber konnte mich auch irgendwie nicht durchringen ihm eindringlich zu erklären mich doch vielleicht mal in Ruhe zu lassen. Also ging ich mit der Hoffnung mit das es bald vorbei sein würde und endete in einem Lederladen. Wie hätte es auch anders sein können… Naja,zu der Zeit war mir das dunkle Geschäft der Kommissionen in Marokko noch nicht so bekannt und einige Artikel in diesem kleinen Shop waren auch wirklich hübsch! Aber da ich mich noch nie allzu sehr für Lederbekleidung oder Taschen interessierte, wollte ich schnell wieder raus. Aber auch das wurde mir nicht gegönnt. Ganz im Gegenteil! Der sowieso nicht sehr glückliche Verkäufer bekam schon fast schlechte Laune und schickte den “falschen Guide” mit mir zum Nachbarsgeschäft wo es Schuhe geben sollte. Warum ich nicht einfach weglief, wusste ich nicht. Vielleicht weil ich erstens den Überblick meines genauen Standortes nicht mehr auf dem Schirm hatte und auch nicht sicher war in welche Richtung ich hätte laufen sollen. Dazu standen auch überall noch diese komischen Typen an den Steinmauern der staubigen Gassen herum… Eine sehr heiße, stinkende Umgebung und ich allein mitten drin. Sehr toll…


Die spitzen handgenähten super weichen Lederschläppchen für Daheim in Rot entzückten mich dann aber wirklich! Also landeten sie ebenfalls in einer Shoppingtüte und alle waren happy. Der Verkäufer und auch ich! Viel kosteten sie nicht, es waren so an die 30€ die ich gerne für solch schönes Handwerk ausgab. In Deutschland hätte ich dafür wahrscheinlich das 5-fache gezahlt! Außerdem waren sie nicht nur ein schönes Mitbringsel, sondern auch mein Ticket in die Freiheit! Mit einer beruhigteren Laune verließ ich das Geschäft und ging einfach die Gasse weiter runter in die Richtung in der eigentlich das Zentrum der Medina sein müsste, dort wo es wieder etwas sicherer war. Als ich dann aber bemerkte das dieser jetzt wirklich widerliche Typ mich verfolgte und Geld für seinen “Dienst” einforderte, schnürte es mir fast den Hals zu. Mein Herz fing an zu rasen, pochte mir bereits im Kopf und mir wurde schlecht. Eine bedrohliche Unruhe und das Verlangen einfach nur schnell verschwinden zu müssen, mich zu retten, kamen in mir auf. In diesem Moment wusste ich das ich in einem fremden Land war, dass ich überhaupt nicht kannte, dessen Kriminalität mir nicht bewusst war. So versuchte ich den vor sich hin fluchenden, beleidigenden Kerl zu ignorieren und lief weiter, einfach weiter, wohin wusste ich nicht. Meine Schritte wurden immer schneller, die Füße schwärzer vom Staub und der Schweiß rann mir den Rücken und die Stirn herunter. Irgendwo musste gleich die rettende Stelle sein, wo wieder Souvenirläden auftauchten oder wenigstens andere Menschen. Denn im Moment war ich allein, mit ihm im Nacken. Die paar anderen, die mal irgendwo auftauchten, machten sich nicht die Mühe mir zu helfen. Wie ein Lamm in einem Wolfsrudel, so fühlte ich mich…

Und plötzlich wie aus dem Nichts sauste ein Moped an mir vorbei. Ich konnte gar nicht so schnell reagieren da wendete es ca. 10 Meter vor mir halb ab und der junge Mann da drauf sitzend rief mir zu mich zu beeilen und schnell aufzuspringen. Ich rannte los und tat es, aus lauter Verzweiflung, obwohl ich auch hier nicht wissen konnte auf was ich mich dieses Mal einließ. Und so sauste er mit mir von dem hinter uns her gröhlenden Kerl davon. Links und rechts. Kreuz und quer ging es durch ganz enge Gassen, an Geschäften vorbei, Maultieren, Eselskarren und Menschen ausweichend. Jede Sekunde hatte ich das Gefühl, als würden wir gleich irgendwo reinknallen, so schnell flitzte er durch die Medina. Aber anscheinend wusste er genau was er tat und hatte sein Moped gut unter Kontrolle. Nach einer Weile, ca. 5 Minuten und als wir wohl weit genug entfernt sein mussten, wurde er langsamer und fing an zu sprechen. Er sagte mit gebrochenem Englisch das ich keine Angst mehr zu haben bräuchte und das dieser Mann gefährlich und verrückt gewesen sei, auf jeden Fall kein guter Mensch wäre.

Wir hielten an einem Laden in der Touristenzone an, wo ein netter Mann mit langem schwarzem Bart und kleinem weißen gehäkeltem Käppchen auf einem Hocker saß. Auch er fertigte dort Schuhe und Gürtel an, die ebenfalls super schön aussahen. Er freute sich meinen Retter zu sehen und bat uns beiden Tee ein. Immer noch etwas unter Adrenalin nahm ich diesen dankend an und wir kamen ins Gespräch. Soufien hieß er wohl und musste von irgendwo her mein Szenario beobachtet haben, bevor er sich aufs Moped schwang, um mir zu helfen. Wie man es so aus Filmen kennt, nur war dieser ein schlechter und verpasste mir wirklich einen enormen Angstschub.

Auch sein Freund, an dessen Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann, schüttelte mit dem Kopf, war aber nicht sehr überrascht. Anscheinend war so ein Verhalten von manchen Typen in Teilen der Medina bekannt und fast schon alltäglich geworden. Für viele vielleicht auch schon normal, was es aber eigentlich überhaupt nicht sein sollte, einfach nicht sein dürfte. Sie erklärten mir auch, dass die Gerberei eine der nicht so tollen Zonen wäre, da dort durch den Kauf von Lederwaren die Kommissionen sehr hoch waren. Alle wollen am liebsten so schnell wie möglich ganz viel Geld verdienen. Hatten sie da bereits 2 Mal Glück gehabt, wurden sie im Verhalten immer aggressiver und ausgetrickster. Und hier geht es nicht um Armut, sondern eher um Habgier, denn man kann auch anders tätig sein und seine Familie ernähren.

Wir saßen noch etwas da, unterhielten uns und sie erklärten mir den Weg zum großen Platz Jamaa el Fna, von wo aus ich dann nur noch geradeaus bis zum Hotel laufen musste. Keiner von beiden versuchte mir Geld abzuschwätzen, mir etwas aufzudrängen oder nach meinen Kontaktdaten zu fragen. Sie waren einfach nur nett, was es auch zu geben schien.

Und als sich die Herbstsonne langsam verabschiedete und es frischer wurde, machte ich mich auf den Weg zurück. Auch in der Dämmerung an der sehr besuchten Hauptstraße wurde ich zwar öfters wieder von herumstehenden Typen angesprochen,ignorierte es aber einfach und hatte nur noch den Riesen-Wunsch heiß zu duschen und eventuell noch etwas zu essen, aber nur wenn ich dazu nicht raus musste.

Mein Hotelzimmer war unberührt, genauso wie ich es am Morgen verlassen hatte. Aber da ich bereits so viel an diesem einen Tag erlebt hatte, kam es mir vor wie eine Ewigkeit, die ich nicht hier gewesen sein musste. Dabei waren es nur an die 10 Stunden gewesen. 10 Stunden in der alten Medina unterwegs. Die beiden Plastiktüten die bereits Riemen an meinem linken Handgelenk hinterließen, legte ich in den halb offenen Koffer der auf dem Boden nehmen dem Bett stand. Ich machte mich frisch,legte mich aufs Bett um noch schnell Emails und Whats App zu checken und musste irgendwie eingeschlafen sein.


Wie es dann weiterging und ich die endgültige Entscheidung traf nach Marokko zu ziehen, kannst du bald in meinem Buch nachlesen!

Bis dahin weiterhin viel Spaß auf meinem Blog hier !

9 Comments

    • Nadine

      Hi Katharina!
      Vielen lieben Dank, ich freue mich sehr das sie Dir gefallen 💕 Und jaahh, Marokko ist ein wunderschönes Land welches aus sooo vielen Welten besteht! Alles Gute 🍀 wünsch ich dir weiterhin 😍

  • Ronald Brede

    Hallo Nadine, es macht mir Spaß deine Geschichte zu lesen. Ich finde es wirklich sehr mutig von Dir, das Du diesen Schritt gegangen bist. Ich wäre dazu viel zu feige. Ich schaffe es ja noch nicht mal mir meinen Urlaub alleine im Internet zu buchen. Meine Kollegen belächelt mich immer und wenn ich dann mal frage, ob mir mal jemand dabei helfen kann, dann heisst es: du schaffst das schon. Ich habe nicht um Sex gebeten, ich brauche nur mal Starthilfe. Ob es jetzt das Alter ist oder nicht, mag ich nicht zu sagen. Mit Anfang 20 auszuwandern, ist sicherlich einfacher als so einen Schritt mit Mitte 50 zu gehen. Daher bewundern ich Deinen Entschluss und lese sehr gerne deine Geschichte.
    Mach weiter so.
    Lieben Gruß Ronald

    • Nadine

      Lieber Ronald!
      Ich find es ganz toll das du dir so viel Zeit genommen hast diesen schönen Text hier zu verfassen 🤗 Lieben Dank dafür! Und jaahh, das Leben und wie man von anderen wahrgenommen wird, ist nicht immer einfach. Die Art und Weise wie ich damals ausgewandert bin, würde ich auch nicht nochmal so machen. Auch jetzt mit 34 ändern sich so manche Blickpunkte 😂

  • Büke Karan

    Liebe Nadine, es ist rührend deine Geschichte zu lesen. Wenn ich sie lese, sind so viele Gedanken da, die auch aus meinem Munde kommen könnten. Selbst wenn ich – noch – nicht ausgewandert bin, kann ich mich wirklich gut in dich hineinversetzen. Auch deine unverblümte Art, wie du deine Erfahrungen niederschreibst, fesselt mich sehr. Ich bin sehr dankbar, dass ich dich kennenlernen durfte! Auch an dieser Stelle möchte ich mich für den gestrigen Ausflug samt allen Gesprächen im Atlas bei dir bedanken – you made my day! Schreib bitte weiter :-)) Liebste Grüße, Büke.

    • Fobo2019

      Liebe Büke!

      Ich freu mich wirklich sehr das du wirklich noch meinen Blog gelesen hast 💕 Und jaahhh, wenn ich mein Buch veröffentliche, bist du mit die Erste die eines zugeschickt bekommt 🤗

      Auch auf deinem Weg sowie bei deinen Plänen für die Zukunft wünsch ich dir weiterhin viel Kraft und Glück 🍀

      Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder, ich würde mich freuen 🤗

      LG,
      Nadine

      • Büke Karan

        Ich freue mich jetzt schon tierisch auf dein Buch und auch darauf, dass wir uns eines Tages ganz bestimmt wiedertrefffen werden. Liebe Grüße, Büke

  • Sina

    Hallo liebe Bloggerin, ich komme aus dem fernen Lippe und denke über eine Auswanderung nach Marokko nach. Gerne würde ich einmal Kontakt zu dir aufnehmen.

    Beste Grüße
    Sina aus Herford

    • Fobo2019

      Hi Sina!

      Ohh, wie interessant! In Lippe bin ich ja ebenfalls aufgewachsen, genau genommen in Lemgo! Was ein schöner Zufall!

      Und jaahh, ich denke ganz viele wollen nach Marokko auswandern, weil sie die Unbeschwertheit hier ganz toll finden. Man sollte sich aber echt gut informieren und auch ein geregeltes Einkommen haben das man durch Freelance Tätigkeiten von hier aus weitermachen kann. Oder man baut sich hier ein eigenes Business auf, was nicht so schwer ist, aber trotzdem nervig sein kann wegen all der Papiere.
      Ich hab mich damals überhaupt nicht vorbereitet, was mich echt viel Stress und Nerven kostete… Deshalb gebe ich diese Tipps allen mit, die den gleichen Schritt gehen wollen. Also unter 20.000€ würde ich den Schritt nicht gehen.
      Du kannst mir aber auch gerne eine Email schreiben oder meinen Blog zum Auswandern nach Marokko lesen!

      https://www.frombrementomorocco.de/2019/09/14/auswandern-nach-marokko-2/

      Bis dahin liebe Grüße aus Marrakesch,

      Nadine

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